Perspektivwechsel:
Erstaufnahme
Die Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl – fast alle haben eine Meinung, doch wer kann sich dazu wirklich ein umfassendes Bild machen? Wir sind überzeugt: Erst wenn wir verschiedene Perspektiven auf ein Problem hören und berücksichtigen, können wir menschliche Lösungen finden.
Die Zeitung
Wir haben mit sieben Menschen geredet, die alle auf unterschiedliche Weise direkt oder indirekt mit der Erstaufnahme zu tun haben. Sie berichten von unterschiedlichen Erfahrungen und haben sich unterschiedliche Gedanken dazu gemacht.
Vorwort und Inhaltsverzeichnis
Die Zeitung können Sie in unserem Webshop nur gegen Versandkosten bestellen oder kostenlos im Community Art Center Suhl (Steinweg 28) mitnehmen. Wir freuen uns über eine Spende.
Die Ausstellung


Game Theater
Bist du auch wie wir so ein Nerd für Spiele, bei denen man etwas rausfinden kann, was wirklich stattgefunden hat? Genau so was wollen wir zur Erstaufnahme in Suhl entwickeln!
Wir werden den öffentlichen Raum auf neue Art erkunden, Menschen interviewen, kleine Theaterszenen entwickeln und alles zu einem Spiel zusammen bauen, was in Suhl und online gespielt werden kann!
Wenn du Spaß und Interesse an Theater, dem Entwickeln von Spielen oder Geschichten hast: Melde dich hier an und komm zum ersten Workshop am 28. Februar im Community Art Center, Steinweg 28.
Du brauchst keine Vorkenntnisse und alle Workshops sind für dich kostenlos! Fahrtkosten aus der Umgebung können erstattet werden, schreibt uns das bei der Anmeldung 🙂
Wer ist Gast, wer Gastgeber*in?
Wir leben in einer Welt, in der Früchte einfacher reisen als Menschen. Die aus Kolumbien stammende Künstlerin Natalia Castillo Rincón lud uns unter dem Namen »Papaya Patio« ein, zusammen zu kommen und sich über Grenzen hinweg auszutauschen. Eingeladen sind alle – ob sie im Zentrum, einem Ortsteil oder in der Erstaufnahmeeinrichtung wohnen.
Ab Sommer 2025 fanden zunächst mit Natalia und dann mit anderen Künstler*innen zahlreiche kleine Workshops statt, wo wir beim Kunst selber machen ins Gespräch kamen: u.a. ein Stickworkshop an der Erstaufnahmeeinrichtung und im Öffentlichen Raum in Suhl sowie mehrere Kochabende im Community Art Center.
2026 wollen wir regelmäßige Kochtreffen im Community Art Center etablieren und suchen dafür noch eure Unterstützung.
















Gesprächsforum
»Was kommt nach der Erstaufnahme?«
Die Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl, die seit 2014 die Gemüter bewegt, soll nun 2026 schließen. In guter Erinnerung bleibt sie wohl weder den Menschen in Suhl, noch den Mitarbeitenden – aber auch nicht den meisten geflüchteten Menschen.
Mithilfe von Ausschnitten aus sieben sehr persönlichen Interviews haben wir am 16.9.25 nochmal unter die Oberfläche geschaut, wo wirklich die Probleme lagen und liegen.
Gemeinsam mit den anwesenden Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung und dem Publikum, sprachen wir dann darüber, was wir aus über 10 Jahren EAE für die Zukunft lernen können. Damit wir gemeinsam noch einmal neu anfangen können.
In Kürze veröffentlichen wir hier den Mitschnitt der Veranstaltung.
Theater-Workshop für Schulklassen
Die Theaterpädagogin Julia Pöhlmann hat aufbauend auf unserer Zeitung einen Workshop für Schulklassen entwickelt. In bis zu 6 Schulstunden (z.B. ein Projekttag) setzen sich die Jugendlichen spielerisch und kreativ mit dem Thema Fremdheit auseinander. Die Zeitung wird als Spielmaterial behandelt, um einen Raum für offenen Austausch zu schaffen und den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, ihre eigenen Gedanken zu formulieren – ohne Angst, etwas „Falsches“ zu sagen oder zu machen.
Am 18.12.24 war die 10a des Friedrich-König-Gymnasium Suhl als erste Klasse einen Vormittag bei uns im Community Art Center Suhl. Da es zunächst keine inhaltlichen Vorgaben gab und um einfachen künstlerischen Ausdruck ging, gab es auch keine Berührungsängste. Während der Präsentationen der Gruppenarbeiten gab es viel Aufmerksamkeit und Interesse. In der weiterführenden Diskussion äußerten die Jugendlichen spannende eigene Gedanken zum Thema, die nicht der Zeitung entlehnt waren. Am Ende wollten einige Teilnehmer*innen sogar noch Zeitungen für eine Geografie-AG mitnehmen. Am 24.06.25 fand ein zweiter sehr intensiver Workshop mit einer Berufsschulklasse statt.









Entsprechend § 6 Abs. 1 VersG sind Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, vom Besuch ausgeschlossen. Die Veranstalter*innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.